HABM Jahresbericht 2010

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E-business

Der Großteil der Kommunikation zwischen dem HABM und den Kunden erfolgt inzwischen auf elektronischem Weg, und da die Bedeutung von Online-Werkzeugen kontinuierlich zunimmt, investiert das Amt jedes Jahr beträchtliche Summen in E-Business. Ziel dieser Investitionen ist es, einen erstklassigen Kundendienst, benutzerfreundliche Werkzeuge und eine effizientere Dateiverarbeitung im Hintergrund anbieten zu können.

Die elektronische Anmeldung (E-Filing) stellt inzwischen für die meisten Nutzer das bevorzugte Verfahren dar. Im Jahr 2010 lag die Nutzung des Webformulars GM E-Filing konstant bei rund 94 % der gesamten Anmeldungen, ausgenommen der Anmeldungen nach dem Madrider Protokoll. Bei den GGM entfielen rund 68 % der gesamten Anmeldungen auf die elektronische Anmeldung, und 29 % der Widersprüche gegen GM-Anmeldungen gingen auf elektronischem Wege ein. Auf das personalisierte E-Business-Werkzeug MyPage, das die Geschäftskontakte mit dem HABM vereinfacht, entfallen inzwischen 56 % aller GM-Anmeldungen.

Die Verfügbarkeit von elektronischen Urkunden für Marken und für Geschmacksmuster ist eine weitere wichtige Innovation, mit deren Hilfe die Urkunden den Kunden schneller und bequemer zugestellt werden können. Das bevorzugte Kommunikationsmittel ist inzwischen ebenfalls häufig elektronisch, weshalb es in diesem Jahr folgende Neuerungen gab: ein verbessertes E-Communication-Tool für MyPage-Nutzer, die Einführung von E-Mail-Benachrichtigungen mit dem System CTM Watch und diverse Maßnahmen zur Optimierung des Austauschs mit dem Amt.

Wegen der schnellen Zunahme der Zahl an elektronischen Werkzeugen werden inzwischen etwa 80 Prozesse von Computern bearbeitet. Außerdem verfügt das HABM über 60 verschiedene Datenbanken für die interne und externe Verwendung. Das Amt hat zwar stets versucht, dieses organische Wachstum mit der Entwicklung benutzerfreundlicher Schnittstellen zu begleiten, aber 2010 haben wir zudem versucht, eine Bestandsaufnahme der gesamten Form und künftigen Richtung der Informationstechnologie vorzunehmen.

Eine der Prüfreihen für Unterstützungsleistungen, die gegen Jahresende durchgeführt wurde, befasste sich mit IT, wobei unter anderem folgende Fragen gestellt wurden: Sind diese Systeme wirklich einfach und effizient genug?

Das Amt ist sehr darum bemüht, erstklassige E-Business-Werkzeuge zu entwickeln und zu warten, sowohl für eigene Zwecke als auch für die gemeinsame Nutzung mit unseren Partnern in den nationalen Markenämtern in den EU-Mitgliedstaaten.

Um sicherzustellen, dass die Entwicklung dieser wichtigen IT-Werkzeuge nicht in einem Vakuum erfolgt, konsultiert das HABM regelmäßig seine Nutzer und beteiligt sie zunehmend an praktischen Versuchen, so dass ihre Rückmeldungen sowohl in Verbesserungen der angebotenen Funktionen als auch der Schnittstellen einfließen können.

Zweimal jährlich organisiert das Amt Sitzungen der E-Business-Nutzergruppen, bei denen 13 Teilnehmer aus verschiedenen Geschäftsbereichen – Vertreter, bekannte Unternehmen und interessierte Nichtregierungsorganisationen – zusammenkommen, um sich über die Onlineangebote des HABM zu informieren, sich auszutauschen und etwas über die Sichtweise der Nutzer zu erfahren.

Parallel zum generellen Überdenken unserer IT-Angebote, das als Ergebnis der Audits vorgesehen ist, sind für Anfang 2011 bereits eine Reihe wichtiger E-Business-Projekte geplant.

Dazu gehören ein Online-Werkzeug für Widersprüche und ein Angebot für elektronische Eintragungen. Mit dem Eintragungswerkzeug wird die Verwaltung der GM- und GGM-Portfolios automatisiert, wodurch direkte Online-Änderungen von Vertretern, Eigentumsübertragungen und Änderungen persönlicher Daten ermöglicht werden. Gleichzeitig wird derzeit eine neue, verbesserte Version von MyPage entwickelt. Die Entwicklung der gemeinsamen Rechercheplattform (eSearch plus), die CTM-Online, RCD-Online und Online-Zugang zu Akten ersetzen soll, ist ebenfalls schon weit fortgeschritten.